Queere Stimmen aus Georgien
Juli 2025 - September 2025
im Rahmen der Pride Week Lübeck
Zwischen Widerstand und Ausdruck –
Queere Stimmen aus Georgien
Ein Projekt im Rahmen der Pride Week Lübeck 2025
Im Rahmen der Lübecker Pride Week 2025 organisierte das Jugendnetzwerk lambda::nord e. V. in Kooperation mit lokalen Partner:innen und gefördert durch die Partnerschaft für Demokratie Lübeck im August 2025 ein internationales Projekt in Lübeck:
Zwischen Widerstand und Ausdruck – Queere Stimmen aus Georgien
Ziel war es, die Lebensrealität und den künstlerischen Widerstand aus Georgien, einem Land, in dem demokratische Werte zunehmend unter Druck stehen, sichtbar zu machen und Menschen in Lübeck zum Austausch und Engagement zu inspirieren.
Wir erweitern dadurch unsere demokratischen Bündnisse und lernen voneinander, wie wir Demokratie leben.
Das Herzstück des Projekts war der Besuch bedeutender georgischer Menschenrechtsaktivist:innen und Künstler:innen Ana Subeliani und Maka Kiladze.
In verschiedenen Formaten im Feld Begegnung, Tanz und Kreativität teilten sie ihre Perspektiven auf Resilienz und ihren Kampf gegen Repressionen:
Der Workshop und der Austausch
Den Workshop The Red and White Cube im Familienzentrum Buntekuh gestalteten 12 Teilnehmer:innen trotz amtlicher Hitzewarnung gemeinsam mit den Künstler:innen.
Schwerpunkt lag auf einem kinetischen Kunstobjekt. Dieses symbolisierte Wandel, kollektives Schaffen und den rebellischen Geist der georgischen Kinto-Tradition. Hier begegneten sich engagierte Menschen, junge Queers und Senior:innen aus dem Quartier.
Ein weiterer Austausch, Meet Activists im queeren Jugendzentrum mit 10 Personen, bot vorab bereits direkte Austauschmöglichkeiten im Rahmen der kontinuierlich stattfindenden Angebote der queeren Kinder- und Jugendarbeit im queeren Jugendzentrum am Pferdemarkt.
Ana Subeliani und Maka Kiladze nutzten ihr Repertoire aus Tanz, Musik, Performance und Film, um ihre Botschaft zu transportieren und öffentliche Sichtbarkeit zu schaffen.
Höhepunkt waren der Auftritt mit Performance beim Warm-up am Vorabend und Grußworte bei der Eröffnung der Lübeck-Pride-Demonstration am 16. August, bei der über 2.000 Menschen auf dem Markt anwesend und anschließend 10.000 Menschen im Demogeschehen waren.
Birgit Stammberger engagierte sich ehrenamtlich im Projekt mit lambda::nord und begleitete die Gruppe aus Georgien in Lübeck: „Die georgische queere Community, Menschenrechtsaktivist:innen und Künstler:innen kämpfen entschlossen für ihre Zukunft in Europa.
Von ihrem Mut und ihrer Kreativität können wir in Deutschland viel lernen.
Der Workshop war eine Einladung, gemeinsam ein Zeichen zu setzen und das CSD-Motto in Lübeck aufzugreifen:
Nie wieder still
Für den Verwendungsnachweis unterschrieben bei der CSD-Demonstration symbolisch gemeinsam auf einer BI-Pride-Flagge.
Diese Fahne war zuvor mit einer Mitarbeiterin von lambda::nord bereits bei der verbotenen Pride-Demonstration in Budapest mit über 200.000 Teilnehmenden.
Die im Workshop geschaffenen Kunstwerke, insbesondere der Red and White Cube, wurden auch nach Abschluss des CSD Lübeck am 30. August im Rahmen der Langen Nacht der Museen in Kooperation mit dem ZKF, Zentrum für Kulturwissenschaftlichen Forschung Lübeck ausgestellt.
Dadurch wurde das Symbol der transnationalen Solidarität weiter in die Lübecker Zivilgesellschaft getragen und erreichte noch einmal bis zu 800 Besucher:innen.
Wir danken der Partnerschaft für Demokratie Lübeck für die Förderung dieses wichtigen Projekts.
Die Unterstützung ermöglichte es, queere Lebensrealitäten aus einem autoritären Kontext zu beleuchten und Menschen in Lübeck in ihrem Engagement für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte zu bestärken.
Ein weiterer Erfolg des Projekts war die Schaffung eines sicheren Raumes für die georgischen Aktivist:innen und Künstler:innen in Lübeck.
Angesichts der massiven Bedrohungen und Gewalt, denen sie in ihrem Heimatland ausgesetzt sind (z.B. 2023 attack on Tbilisi Pride), bot die Pride Week in Lübeck eine geschützte Plattform, um ihre Arbeit sichtbar zu machen und sich mit der lokalen Community zu vernetzen.
Ana Subeliani und Maka Kiladze konnten ihre Perspektiven ohne Angst vor Repressionen teilen und mit neuer Energie und gestärkt im Wissen um die internationale Unterstützung nach Georgien zurückkehren.
Dieses gegenseitige Empowerment unterstreicht die lebenswichtige Rolle internationaler demokratischer Partnerschaften.
Das Projekt Zwischen Widerstand und Ausdruck – Queere Stimmen aus Georgien hat gezeigt, dass Kunst und Aktivismus mächtige Werkzeuge des Widerstands und der Hoffnung sind. Der Austausch soll intensiviert werden.
Anzahl Teilnehmende:
13.8.: Austausch im Jugendzentrum Meet Activists : unmittelbar 10 Personen
14.08.: Workshop Red & White Cubes: unmittelbar 12 Personen
15.08: Bühnenperformance inklusive Musik und Tanz / Podium und Grußwort zur Eröffnung der Lübeck Pride Demonstration (16.08.) schwer einzuschätzen. An der Demonstration haben 10.000 Menschen teilgenommen.
Der Markt war Freitag bei der Performance gut besucht und zum Grußwort am Samstag mit über 2.000 Menschen sehr gut besucht.
30.08: Zur Nacht der Museen wurden die Ergebnisse des Projekts in Kooperation mit dem ZKFL erneut ausgestellt und erreichten bis zu 800 Besucher:innen.
Aktionszeitraum
Juli 2025 - September 2025
Ort
Lübeck: Familienzentrum BunteKuh
Queeres Jugenzentrum Lamda Nord
Initiator:innen
Jugendnetzwerk lambda::nord e.V.
Themenfelder
Demokratisches handeln: demokratische Bündniss erweitern
Zielgruppe
· Breite Öffentlichkeit
· Multiplikator:innen
Typ der Einzelmaßnahme
· Workshop
· Austausch
· Bühnenperformance
